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Volleyball: Angriffsschlag (Kremer und Schwarz)

Volleyball - Angriffsschlag

Dem Angriffsschlag kommt im Volleyballspiel eine herausragende Bedeutung zu. Ziel ist es, den Ball so übers Netz zu spielen, dass die gegnerische Mannschaft keine Chance hat den Ball wieder zurückzubringen. Die beste Möglichkeit hierbei ist ein direkter Punkt, wobei der Ball unmittelbar nach der Netzüberquerung den Boden berührt. Weiter soll, falls ein direkter Punkt nicht gelingt, die Abwehr des Gegners erschwert werden, sodass kein Spielaufbau auf der gegnerischen Spielfeldseite möglich ist. Ein guter Angriffsschlag bietet die Chance auf einen direkten Punkt oder die Erschwerung des Spielaufbaus der gegnerischen Mannschaft, indem er bei richtiger Ausführung durch seine Dynamik und Kraft den Ball schnell über das Netz direkt Richtung Boden bewegt. Der Angriffsschlag stellt somit ein zentrales Element des Spielaufbaus und Spielzugabschlusses dar. Im Folgenden soll daher die Bewegung des Angriffsschlags erläutert und erklärt werden.
 
 

1 Bewegungsbeschreibung(Anna-Maria Schwarz)

Die Bewegung des Angriffsschlags im Volleyballspiel lässt sich in verschiedene Phasen einteilen, deren exakte Koordination wichtig für das optimale Gelingen des Angriffsschlags ist. An den Anlauf mit Stemmschritt ist direkt der Absprung gekoppelt, wonach die Ausholbewegung mit anschließender Schlagbewegung ausgeführt wird. Die Landung stellt die letzte Phase dar (vgl. Meyndt & Beutelstahl, 2006, S. 46). Diese vier Phasen werden in den folgenden Abschnitten jeweils genauer erläutert.

1.1 Anlauf und Stemmschritt

Der Anlauf mit dem charakteristischen Stemmschritt hat zum Ziel, eine möglichst hohe Beschleunigung aufzubauen, damit die dadurch entstandene horizontale Geschwindigkeit über den Stemmschritt mit anschließendem Absprung in eine vertikale Abfluggeschwindigkeit umgewandelt werden kann. So soll eine möglichst große Sprunghöhe erreicht werden. Weiter muss durch den Anlauf die Ausrichtung des Angreifers zum Ball optimiert werden.
 
Der Anlauf besteht letzlich aus zwei Schritten und einem Beistellschritt, wobei dem ersten Schritt noch mehrere Schritte vorangeschaltet werden können, um die richtige Ausgangsposition zu erreichen. Damit richtet sich der Angreifer aus dem Rückraum des Spielfeldes meist genauer zum Ball aus. Der Rhythmus der Anlaufschritte ist vergleichbar mit dem Wort „Ams – ter – dam“ oder „Fürs – ten – zell“. Der erste Schritt ist etwas langgezogen bzw. langsam in der Ausführung im Vergleich zum zweiten Schritt und dem Beistellschritt, die schnellkräftiger erfolgen.
Der vorletzte Schritt vor dem Absprung dient dem Spieler zur Orientierung zum Ball.
Abb. 1: Orientierungsschritt
Er wird von Rechtshändern mit dem linken Bein ausgeführt wie auf Abbildung 1 zu sehen ist. Je nach Annahme und Zuspiel kann der Orientierungsschritt länger oder kürzer sein, um die Strecke zum Ball zu überwinden.
Der sich anschließende Stemmschritt, vom Rechtshänder mit dem rechten Bein ausgeführt, dient der maximalen Beschleunigung. Er wird schnellkräftig durchgeführt, wobei der Spieler den Fuß über die Ferse aufsetzt, um den Körperschwerpunkt abzusenken (vgl. Kuhlmann, 2006, S. 9). Dadurch kann eine größere Sprunghöhe erzielt werden. Das Aufsetzen des Fußes variiert, beispielsweise bei Rückraumangriffen, um eine größere Weite statt Höhe zu erlangen. Dies geschieht durch das Aufsetzen des Fußes mehr über den Ballen anstatt über die Ferse (vgl. Meyndt & Beutelstahl, 2006, S. 46). Eine weitere wichtige Aufgabe des Stemmschritts besteht nach Kuhlmann (2010, S. 9) in der Umsetzung der horizontalen Geschwindigkeit des Körperschwerpunkts des Angreifers in vertikale Geschwindigkeit, um wiederum eine möglichst große Sprunghöhe zu erreichen.
Abb. 2: Stemmschritt
Durch das gleichzeitige Rückschwingen der Arme während des Stemmschritts (vgl. Abbildung 2 Stemmschritt) wird der Körperschwerpunkt überholt und rückverlagert (vgl. Papageorgiou & Spitzley, 2007, S. 85). Dies dient der Maximierung des Beschleunigungswegs.
Abb. 3: Beistellschritt
Der Beistellschritt, vom Rechtshänder mit dem linken Bein ausgeführt, wird deutlich am Stemmbein vorbeigeführt und möglichst parallel zur Netzkante eingedreht, wie in Abbildung 3 schön zu erkennen ist. Dies unterstüzt die Umsetzung der horizontalen Geschwindigkeit in die vertikale. Gleichzeitig wird der Körperschwerpunkt durch Beugung der Knie- und Hüftgelenke weiter abgesenkt, um wiederum einen maximalen Beschleunigungsweg zu begünstigen (vgl. Papageorgiou & Spitzley, 2007, S. 86).

1.2 Absprung

Durch die vorangegangen Anlaufschritte, insbesondere durch den Stemm- und Beistellschritt, wird der Absprung optimal vorbereitet, sodass sich der Körperschwerpunkt des Angreifers „möglichst genau über der Beinachse befindet.“ (Meyndt & Beutelstahl, 2006, S. 47), Fuß-, Knie- und Hüftgelenke gebeugt sind und der Körperschwerpunkt abgesenkt ist (vgl. Abbildung 3). Der Absprung erfolgt beidbeinig durch zeitgleiches Strecken der Fuß-, Knie- Hüftgelenke, wobei ein kräftiger nach vorne oben gerichteter Armschwung unterstützend wirkt (vgl. Meyndt &Beutelstahl, 2006, S. 47). Durch die Streckung der Gelenke wird der Körperschwerpunkt  vertikal beschleunigt. Die Vorderfeldspieler bezwecken dabei einen möglichst vertikalen Absprung, die Rückraumspieler mehr einen horizontalen Absprung (vgl. Kuhlmann, 2006, S. 12).

1.3 Aushol- und Schlagbewegung

Die unterstützende Armschwungbewegung aus dem Absprung wird in die Ausholbewegung weitergeführt. Beide Arme schwingen auf Schulterhöhe. In dieser Position verharrt der nicht schlagende Arm, um den Körper und Sprung zu stabilisieren (vgl. Papageoriou & Spitzley, 2007, S. 86). Der Schlagarm wird indes weiter nach hinten geführt mit einer gleichzeitigen Öffnung der Schlagschulter, was zu einer Verwringung des Rumpfes führt. Die somit entstandene Bogenspannung, die zusätzlich durch eine Überstreckung der Hüfte begünstigt wird (vgl. Kuhlmann, 2006, S. 12), bewirkt im Körper eine Vorspannung, die zur Beschleunigung der Hand in der Schlagbewegung dient. Der Ellbogen des Schlagarms wird bei Rückführung des Schlagarms „gebeugt und neben/über die Schulterachse geführt.“ (Meyndt & Beutelstahl, 2006, S. 47).
Abb. 4: Bogenspannung
Abbildung 4 zeigt schön die Bogenspannung, sowie den zurückgeführten Ellbogen des Schlagarms, wobei Unterarm und Hand nach oben ausgerichtet sind. Das Auflösen der Bogenspannung und Rumpfverwringung leitet die Schlagbewegung ein. Anschließend wird die Schulter des Schlagarms mit Ellbogen nach vorne gebracht. Durch eine aktive, peitschenartige Streckung des Schlagarmellbogens erfährt der Unterarm weitere Beschleunigung. Dabei müssen die verschiedenen Beschleunigungsbewegungen optimal gekoppelt sein, um eine größtmögliche Geschwindigkeit zum Zeitpunkt des Treffens des Balles aufbauen zu können, die somit auf den Ball übertragen wird (vgl. Meyndt & Beutelstahl, 2006, S. 47). Die jeweiligen Körperteile, Rumpf, Schulter-, Ellbogen-, und Handgelenk erreichen dabei jeweils nacheinander ihr Geschwindigkeitsmaximum, wobei das Handgelenk unmittelbar vor dem Ballkontakt sein Maximum besitzt (vgl. Kuhlmann, 2006, S. 14). Der Treffpunkt des Balles erfolgt auf Höhe des Kulminationspunktes des Angreifers, also auf maximaler Höhe des Angreifers mit gestrecktem Arm vor der Körperebene. Der Ball wird von hinten oben geschlagen, wobei ein kräftiger, aktiver Handgelenkeinsatz einen geradlinig abwärts gerichteten Schlag ermöglicht (vgl. Papageorgiou & Spitzley, 2007, S. 131).
Abb. 5: Nach Abschlag
Die durch die Schlagbewegung nach vorne verlagerte Oberkörperposition gleichen die Beine durch ein entsprechendes Vorschwingen aus, wie Abbildung 5 zeigt (vgl. Papageorgiou & Spitzley, 2007, S. 86).
Abb. 6: Durchschwingen
Abbildung 6 macht deutlich, dass der Schlagarm nach dem Abschlag durchschwingt und erst seitlich des Körpers abstoppt.

1.4 Landung

Die Landung erfolgt beidbeinig und elastisch in der Nähe des Absprungortes auf den Fußballen. Die Beugung der Hüft- Knie- und Fußgelenke soll hierbei die Landung abfedern, wobei schnell in eine erneute Spielbereitschaftsstellung zurückgekehrt werden muss, um an einem weiteren Spielzug teilnehmen zu können.
 
 

2 Biomechanische Betrachtung(Vera Kremer)

Aus biomechanischer Sicht ist der Angriffsschlag im Volleyball eine sehr komplexe und interessante Bewegung. Laut Fiedler (1985) sind 21% aller Aktionen in einem Volleyballspiel Angriffsschläge. Im Vergleich dazu entfallen 22% auf das obere Zuspiel und 11% auf die Feldabwehr. Außerdem stellt Fiedler (1985) fest, dass der Angriffsschlag „zu der gewinnbringendsten Technik dieser Sportart zählt“ (Willimczik, 1989, S.435). Die Bewegung gliedert sich, wie bereits erläutert, in Anlauf, Absprung, erste Flugphase und Schlagbewegung sowie zweite Flugphase und Landung. Im Folgenden werden die einzelnen Phasen im Hinblick auf biomechanische Besonderheiten genauer betrachtet.

2.1 Anlauf

Der Anlauf beim Angriffsschlag wird meist im 2-Schrittrhythmus mit Stemmschritt und Doppelarmschwung gestaltet und dient dazu, den geplanten Ort für den Angriffsschlag in möglichst geringer Zeit zu erlaufen (vgl. Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.98). Außerdem soll so der optimale Beschleunigungsweg sichergestellt werden, welcher für einen kraftvollen Absprung essentiell ist. Der Anlauf ermöglicht eine größere Bodenreaktionskraft, als ein Sprung ohne Anlauf (vgl. Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.10).
Wichtig ist ein weicher Übergang zwischen Anlauf und Absprung, welcher sich in dem biomechanischen Prinzip der Koordination der Teilimpulse ausdrückt. Besonders interessant ist hier die Gestaltung der einzelnen Schritte. Oliver (1982) stellt fest, dass fast 60% aller Rechtshänder den Anlauf im Rhythmus links-rechts-links gestalten und in Schrittstellung abspringen (vgl.  Willimczik, 1989, S.436). Des Weiteren ist die Länge des vorletzten Schritts von großer Bedeutung, die einen Optimaltrend aufweist. Sie beträgt im Idealfall zwischen 1,25m und 1,85m (vgl.  Willimczik, 1989, S.436). Dies führt zu einer größeren Sprunghöhe, da sowohl die vertikale Beschleunigung größer, als auch die für den Absprung relevanten Gelenkwinkel günstiger sind (vgl.  Willimczik, 1989, S.436).
Während des vorletzten Schrittes werden beide Arme parallel nach rückwärts-aufwärts geführt, wie in Abbildung 7 zu sehen ist (vgl. Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.100).
Einhergehend mit dem Beginn des Absprungs werden, nach dem Prinzip der Koordination der Teilimpulse, beide Arme von hinten parallel nach vorne-oben geschwungen. Dies dient der Erhöhung des vertikalen Kraftstoßes sowie der vertikalen Beschleunigung durch Schwungmasseneinsatz. Nachdem der KSP seinen tiefsten Punkt erreicht hat, werden Hüft-, Knie- und Fußgelenkstrecker schnell kontrahiert und der Rumpf aufgerichtet. Da der Boden dem Sportler einen Widerstand, die sog. Bodenwiderstandskraft, entgegensetzt, wird die Muskelkraft in einen vertikalen Kraftstoß umgewandelt. Dies wird auch durch Newton ins seinem Gegenwirkungsgesetz actio et reactio beschrieben (vgl. Wick, 2013, S.136). Der vertikale Kraftstoß muss durch die Muskelkraft größer sein, als die eigene Gewichtskraft.

2.2 Absprungphase

Abb. 7: KSP-Bahn während dem letzten Anlaufschritt und dem Absprung
Die Absprungphase umfasst das Aufsetzen des letzten Fußes bis zum letzten Bodenkontakt beider Füße. Ziel des Absprungs ist das „Ansteuern einer quasi-maximalen Scheitelhöhe der KSP-Flugbahn, also die maximale Sprunghöhe mit maximaler Vertikalgeschwindigkeit, um blockenden Gegnern aus dem Weg zu gehen“ (Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.99).
Die kinetische Laufenergie des Körpers, die durch den Anlauf aufgebracht wurde, wird am Anfang der Stützphase abgebremst (vgl. Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.10). Gleichzeitig wird der Körperschwerpunkt, wie in Abbildung 7 zu sehen ist, abgesenkt, was „zu einer […] Verlängerung der nachfolgenden Aufwärtsbewegung des KSP beiträgt.“ (Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.9) Dadurch wird die Streckmuskulatur der Hüfte, Knie und Fußgelenke gedehnt, was wiederum einen größeren Kraftimpuls für den nachfolgenden Absprung erzeugt. „Dabei spielt die Energiespeicherung in den Geweben (nicht nur in den Muskeln) und die Geschwindigkeit ihrer Umwandlung in kinetische Energie die entscheidende Rolle.“ (Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.9) Dies spiegelt das Prinzip der maximalen Anfangskraft wider. Somit wird die vertikale Geschwindigkeit in horizontale umgewandelt. Der optimale Beugewinkel in den Knien beträgt ca. 105°-120°(vgl. Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.104). Eine zu geringe oder zu starke Beugung wirkt sich ungünstig auf die maximale Kraftentwicklung aus, da bei maximaler Beugung im Knie ungünstige Hebelverhältnisse vorherrschen (vgl. Scheid & Prohl, 2007, S.25).

2.3 Erste Flugphase

In der ersten Flugphase  beträgt die mittlere maximale Vertikalgeschwindigkeit des KSP ca. 3,5m/s, bei einem mittleren Abflugwinkel von ca. 80° mit einer Standardabweichung von +/-7° (vgl. Ballreich & Kuhlow-Ballreich). Der Körper streckt sich zunehmend und die Schlagvorbereitung steht im Vordergrund. Eine wichtige Größe ist hier die maximale Höhe des KSP, die bei Topathleten im Durchschnitt 1,96m betragen (vgl. Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.104).

2.4 Schlagphase

Die Schlagphase umfasst den Zeitraum von „Ende des nahezu symmetrisch ausgeführten Doppelarmschwungs [bis zum] letzten Ballkontakt des Angriffsspielers“(Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.104). Nachdem die Aufwärtsbewegung des Doppelarmschwungs vollendet ist, wird der Schlagarm zum Ausholen nach hinten und der Nichtschlagarm abwärts geführt (vgl. Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.104). Das weite Ausholen nach hinten ist wiederum günstig, da es den Beschleunigungsweg der Schlaghand verlängert und sich so positiv auf die Beschleunigung des Arms und der Hand auswirkt. Dieses Phänomen wird auch im Prinzip des optimalen Beschleunigungswegs beschrieben. Zusätzlich verdreht sich der Rumpf und bewegt sich leicht nach hinten. Nach dem Prinzip der maximalen Anfangskraft bewirkt „das Aufbringen und anschließende Auflösen der Bogenspannung [eine Vergrößerung des] Anteil[s] der für die Schlagbewegung beschleunigten Massen (Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.105). Die „Beschleunigung der Schlaghand erfolgt durch die Schlagarmerhöhung, das horizontale Vorführen der Schulter und durch die Streckung des Ellenbogengelenks in Richtung des anfliegenden Balls“ (Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.105). Willimczik(1989) hat außerdem festgestellt, dass ein Absenken des Ellenbogens des Schlagarms bis unter die Schulterachse zu einer größeren Abfluggeschwindigkeit des Balles führt.
Nach Wick(2013) ist die Abfluggeschwindigkeit des Balles abhängig von den Materialeigenschaften des Balles(Masse und Restitutionseigenschaften des Balles), der Masse und Geschwindigkeit der Hand, der Flugbahn des Balles zum Zeitpunkt des Treffvorgangs, sowie den speziellen Positionen von Rumpf, Arm und Hand bei der Kraftübertragung(vgl. Wick, 2013, S.279). Außerdem beschleunigt ein steifes Handgelenk den Ball zusätzlich, da so eine bessere Impulsübertragung auf den Ball stattfindet (vgl. Ballreich & Kuhlow-Ballreich, 1992, S.105).
Auch hier ist eine Optimierung anstelle einer Maximierung anzustreben, da eine große Abschlaggeschwindigkeit zu Nebeneffekten, wie Ungenauigkeit der Schlagrichtung oder fehlende Präzision beim Treffvorgang führen kann(vgl. Wick, 2013, S.279). Abbildung 8 verdeutlicht den Verlauf des Körperschwerpunkts während des Ausholens und Schlagens, sowie die Abflugrichtung des Balles. Diese ist abhängig von dem Treffpunkt der Hand auf dem Ball.
Abb. 8: KSP-Bahn während Aushol- und Schlagbewegung

2.5 Zweite Flugphase/Landung

Nach dem letzten Ballkontakt des Angriffsspielers beginnt die zweite Flugphase inklusive Landung. Durch die Schwerkraft nähert sich der Körper bzw. der KSP wieder dem Boden und die Landung erfolgt durch Nachgeben in allen Gelenken, wodurch der KSP abgebremst und noch weiter gesenkt wird, was Abbildung 9 verdeutlicht. So werden die Kräfte, welche auf den Körper einwirken abgebremst.
Abb. 9: Landung

3 Literatur

Ballreich, R. & Kuhlow-Ballreich, A. (1992). Biomechanik der Sportarten Band 3 – Biomechanik der Sportspiele. Teil I: Einzel und Doppelspiele. Stuttgart: Ferdinand Enke Verlag.
 
Ballreich, R. & Kuhlow-Ballreich, A. (1992). Biomechanik der Sportarten Band 3 – Biomechanik der Sportspiele. Teil II: Mannschaftsspiele. Stuttgart: Ferdinand Enke Verlag.
 
Kuhlmann, C. (2010). Identifizierung leistungsrelevanter Parameter für die biomechanische Leistungsdiagnostik am Beispiel des Angriffsschlages im Volleyball. Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades doctor rerum naturalium (Dr.rer.nat.) an der Technischen Universität Chemnitz Fakultät für Human‐ und Sozialwissenschaften. Von http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/6223/Dissertation_Kuhlmann_2010.pdf am 04. November 2013 abgerufen.
 
Meyndt, P. & Beutelstahl, D. (2006). Richtig volleyball. Halle und Beach. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG.
 
Papageorgiou, A. & Spitzley, W. (2007). Handbuch für Volleyball. Grundlagen (8. überarbeitete Auflage). Aachen: Meyer & Meyer.
 
Prohl, R. & Scheid, V. (2007). Bewegungslehre. Kursbuch Sport 3. Wiebelsheim: Limpert Verlag GmbH.
 
Wick, Ditmar. (2013). Biomechanik im Sport. Lehrbuch der biomechanischen Grundlagen sportlicher Bewegungen. Balingen: Spitta Verlag GmbH & Co. KG.
 
Willimczik, K. (1989). Biomechanik der Sportarten. Grundlagen. Methoden. Analysen. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH.

Zuletzt geändert: 04. Dez 2014, 14:09, [lehner24]


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